Die ganze Sammelrunde ansehen
Beginnen Sie mit einem bezeichneten Auftrag und dem tatsächlich verwendeten Träger. Beobachten Sie vom ersten Zugriff bis zur Übergabe und leeren Rückkehr: Welche Ware wird aus welcher Position genommen, gehalten oder umgesetzt? Wann wird der Träger gehoben, gestartet, gedreht oder gestoppt? Eine kurze Fahrstrecke kann viele einzelne Kraftaufwendungen enthalten.
Halten Sie Last, Träger, Route und Nutzungshäufigkeit fest. Ergänzen Sie den benötigten Greifraum, die Arbeitsposition und den zeitlichen Ablauf. § 6 BetrSichV verlangt, ergonomische Zusammenhänge zu berücksichtigen; eine angenehm wirkende Arbeitshöhe ist noch kein personenbezogener Wirkungsnachweis.
Tätigkeit statt Gerätewerbung
Mit Touch oder nach Tab-Fokus mit den Pfeiltasten seitlich verschieben.
| Teilaufgabe | Aufzunehmende Beobachtung | Weiterführende Frage |
|---|---|---|
| Ware greifen und umsetzen | Ware, tatsächliche Masse, Griff, Höhe und Entfernung; Wiederholung und Dauer. | Heben/Halten/Tragen oder manueller Arbeitsprozess? Passenden Anwendungsbereich prüfen. |
| Träger per Handhub anheben | Ausführung, Pumpbewegung, Haltung und Folge der Hubvorgänge. | Welche Kraft- und Haltungsanteile entstehen wirklich? Nicht als Warenheben verbuchen. |
| Manuell anfahren und bewegen | Starts, fortgesetzte Bewegung, Richtungswechsel, Wegzustand und Zeit. | Ziehen/Schieben am konkreten Flurförderzeug aufnehmen. |
| Mit elektrischem Gerät begleiten | Gehweg, Bedienelemente, Haltung, Unterbrechungen. | Andere Belastungsanteile bleiben trotz Fahrmotor zu betrachten. |
| Ware übergeben und zurückkehren | Entnahme, Restlast, Empfang und leere Rückkehr. | Ändert der Rückweg die Tätigkeit gegenüber der vollen Hinfahrt? |
Die BAuA unterscheidet sechs Leitmerkmalmethoden und stellt Basis-Check/Einstiegsscreening zur Methodenauswahl bereit. Dieses eigene Blatt bildet Beobachtungen ab; es ist kein BAuA-Formblatt, keine ausgeführte Methodenbewertung und kein Gesamtwert. Die erforderlichen vollständigen Formblätter und Anwendungshinweise sind vor einer tatsächlichen Bewertung zu lesen.
Ein durchgehender Gedankenfall
Hypothetisch: An Fach A wird eine Kiste aus einer unteren Lage auf den Sammelträger umgesetzt. An Fach B folgt eine Kiste aus größerer Greifentfernung. Danach wird der Handhubwagen mehrfach neu angefahren und am Empfänger teilentladen. Die Aufnahme hält die beiden Zugriffe getrennt fest, obwohl Auftrag und Fahrzeug gleich bleiben.
Im Lehrfall wird eine passend geplante andere Bereitstellung an Fach B angenommen. Danach wird derselbe Zugriff erneut beobachtet; nur dieser Anteil hat sich geändert. Die Starts am Weg und die Entnahme beim Empfänger bleiben eigene Bewertungsfragen. Weder eine Entlastung in Prozent noch eine positive Gesundheitswirkung wird daraus abgeleitet.
Eine Änderung sauber vergleichen
Halten Sie Ausgangs- und Folgebeobachtung am gleichen Auftragsumfang fest. Unterscheiden Sie geänderten Zugriff, Trägerhöhe, Griff, Wegeführung und Geräteunterstützung. Eine andere Warenmenge oder Restlast ist ein anderer Vergleichsbezug. Verbinden Sie den zurückgegebenen Fachbefund mit der konkret vorgeschlagenen Änderung und der noch offenen Beobachtung.
Die Aufnahme für Ziehen und Schieben vertieft den Fahranteil. Auftrags- und Sammelkarte ordnet Mengen und Übergabe. Beide beantworten unterschiedliche Teile derselben Runde.
Fragen zur Belastungsaufnahme
Belegt ein Fahrmotor ergonomische Entlastung?
Er verändert die manuelle Fahrt. Greifen, Umsetzen, Begleiten und die tatsächlichen Personenbedingungen bleiben eigenständige Anteile.
Darf ich verschiedene Belastungsarten zusammenzählen?
Dieses Beobachtungsblatt liefert keinen gemeinsamen Risikowert. Die zuständige Bewertung muss die passenden vollständigen Methoden und deren Zusammenfassungsregeln anwenden.
Ist das Beispiel ein real bewerteter Arbeitsplatz?
Nein. Es zeigt ausdrücklich einen gedachten Beobachtungs- und Änderungsablauf, ohne Messung oder Fachbefund.
Quellen und Bewertungsgrenze
Die amtliche Übersicht trägt die grundsätzliche Zuordnung. Vollständige Formblatt-/Anwendungslektüre, geeignete Bewertung und reale Tätigkeits-/Personendaten bleiben offen.
- BetrSichV § 6 – Ergonomische Zusammenhänge bei der Verwendung.
- BAuA, Leitmerkmalmethoden – Überblick mit sechs Belastungsarten und Methodenauswahl.
Redaktion e-hubwagen.de, Arbeitsstand 12. Oktober 2026. Eigene Beispiele und Zeichnungen sind ausdrücklich keine tatsächlich geprüften Geräte, Messungen oder Betriebsfälle. Eine konkrete Rückfrage vorbereiten.